Samstag, 12. August 2006

Update "Liebe"

Gespräch mit der Hotline…

Anrufer: Hi, ich hab hier ein neues Programm,
das würd ich gern auf meinem persönlichen Rechner installieren.
Es heißt „Liebe".
Was soll ich denn da als Erstes machen?

Hotline: Auf ihrer Festplatte gibt es eine Partition „Herz“.
Haben Sie die?

Anrufer: Ach so, das ist der Trick!
Ich hab‘s immer auf der Hauptpartition „Kopf“ versucht.
Ich probier das mal...
Mist, „Herz“ ist aber ziemlich voll!

Hotline: Machen Sie den Taskmanager auf und schauen unter Prozesse nach.

Anrufer: alte_verletzungen.exe, groll.com, geiz.com, ablehnung.exe, lauter so ein Zeug.
Vor allem hass.exe
…„boah“, das krallt sich fast den ganzen Speicher!

Hotline: Kein Problem. „Liebe" wird vieles davon automatisch aus ihrem Betriebssystem raushauen.
Manches bleibt zwar im Hintergrund aktiv,
wird aber keine anderen Programme stören.
alte_verletzungen.exe und geiz geiz.com
müssen Sie aber selber vollständig löschen!

Anrufer: Das hat mich Jahrzehnte gekostet, all diese Komponenten dafür zu sammeln!
Muss das wirklich raus?

Hotline: Ja, das ist unumgänglich.
Gehen Sie ins Startmenü und suchen Sie „Zubehör/Verzeihung“
Das lassen Sie so oft laufen, bis geiz geiz.com und alte_verletzungen.exe raus sind.

Anrufer: Na gut, wenn‘s sein muss.
„Liebe" ist mir einfach so sehr empfohlen worden,
das Ding will ich unbedingt haben!
…“Oh je“, >>Error 490 - Programm läuft nicht auf internen Komponenten.<<
Was soll denn das?

Hotline: Ein altbekanntes Problem. Es bedeutet,
dass „Liebe" für „externe Herzen“ konfiguriert ist,
aber auf Ihrem eigenen, ist es noch nicht gelaufen.
Das ist eine von diesen ganz komplizierten Sachen.
Ich sag‘s mal so: „Sie müssen zunächst ihr eigenes Gerät lieben,
bevor es andere lieben kann!“

Anrufer: Wie bitte?

Hotline: Können Sie den Ordner „Selbstakzeptanz“ finden?

Anrufer: Ja, hab ich!

Hotline: Wunderbar, klicken Sie auf die folgenden Dateien und
kopieren Sie die in den Ordner „Mein Herz“,
und zwar:selbstvergebung.doc, selbstschätzung.doc und güte.txt
Außerdem bitte „selbstbeurteilung.exe“ aus allen Ordnern löschen!

Anrufer: Wow, „Liebe Liebe“ installiert sich schon!

Hotline: Das ist gut!
Nun sollte eine Nachricht auftauchen,
dass sich „Liebe Liebe“ immer wieder selbst lädt,
solange ihre „Herz-Festplatte“ läuft.
Sehen Sie die?

Anrufer: Seh ich.
Ist die Installation nun abgeschlossen?

Hotline: Ja, aber denken Sie daran, das Sie nur die Basisversion installiert haben.
Sie müssen sich mit anderen Herzen vernetzen
für die Upgrades.

Anrufer: Klasse! „Mein Herz“ lädt gerade eine wunderschöne Melodie.
Auf dem Bildschirm läuft lächeln.mpeg.
wärme.exe, friede.exe und zufriedenheit.doc sind jetzt im Speicher!

Hotline: Fein, damit ist „Liebe Liebe“ installiert und läuft ab sofort!

Anrufer: Jetzt brauchen Sie sicher meine Kontonummer, stimmt‘s?

Hotline lachend: Nein, „Liebe“ ist Freeware!
Geben Sie das Programm bitte an jeden weiter, den Sie treffen.
Die Leute verbreiten es weiter und ich wette,
dass Sie dann von den vielen neuen Modulen,
noch mehr zurückbekommen!

Anrufer: Gebongt!
Will ich gerne machen. Vielen Dank für die Hilfe!

Dienstag, 18. Juli 2006

Interview mit Gott

Ich träumte, ich hätte ein Interview mit Gott.

“Du möchtest also ein Gespräch mit mir?“ fragte Gott.

“Wenn du die Zeit hast”, sagte ich.

Gott lächelte.
“Meine Zeit ist die Ewigkeit.”
“Welche Fragen würdest du mir gerne stellen?”

„Was erstaunt dich am meisten an den Menschen?”

Gott antwortete...

„Dass sie der Kindheit überdrüssig werden.
Sich beeilen, erwachsen zu werden, um sich dann danach zu sehnen, wieder Kinder sein zu können.“

„Dass sie um Geld zu verdienen ihre Gesundheit auf’s Spiel setzen und dann ihr Geld ausgeben,
um wieder gesund zu werden.”

„Dass sie durch die ängstlichen Blicke in ihre Zukunft das Jetzt vergessen,
so dass sie weder in der Gegenwart, noch in der Zukunft leben.”

„Dass sie leben, als würden sie niemals sterben,
um dann zu sterben, als hätten sie nie gelebt.“

Gott nahm meine Hand und wir schwiegen gemeinsam eine Weile.

Dann wollte ich wissen…
„Was möchtest du, dass deine Kinder lernen?“

Gott antwortete mit einem Lächeln.

„Dass man niemanden veranlassen kann, jemanden zu lieben,sondern zulassen darf, geliebt zu werden.”

„Dass es nicht förderlich ist, sich mit anderen zu vergleichen.”

„Dass eine ‚reiche‘ Person nicht am meisten hat,
sondern am wenigsten braucht.”

„Dass es nur einige Sekunden braucht, einem Menschen tiefe Wunden zuzufügen,
jedoch viele Jahre, diese wieder zu heilen.“

„Dass Vergebung durch gelebtes Vergeben geschieht.“

„Dass es Menschen gibt, die sich tief und innig lieben,
jedoch nicht wissen, wie sie ihre Gefühle ausdrücken können.“

„Dass zwei Menschen dasselbe betrachten können und es unterschiedlich sehen.”

„Dass es manchmal nicht genug ist, Vergebung zu erhalten, sondern sich selbst zu vergeben.”

„Und dass ich hier bin.“

“Immer!”

Donnerstag, 8. Juni 2006

Das Leben ....

Leben ist mehr als Rackern und Schuften,
Leben ist mehr als Kohle und Kies.

Leben ist mehr als Warten auf morgen,
Leben ist jetzt, Leben ist dies.

Leben ist mehr als Hetzen und Jagen,
Leben ist mehr als nur Theorie,

Leben ist mehr als Zweifeln und Fragen,
Leben ist hier, jetzt oder nie.

Leben ist Träumen, Lachen und Weinen,
Leben ist Zärtlichkeit und Gefühl.

Leben ist Lust und Leben ist Liebe,
Zeit für Musik und Zeit für Spiele .

Leben ist miteinander zu reden,
Leben ist aufeinander zu bauen,

Leben ist füreinander zu kämpfen,
Leben ist Hoffnung, Mut und Vertrau´n

Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind.
Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.

Leute, lebt, genießt, feiert,
lasst Liebe in eure Herzen,
so kommt noch mehr zurück.

Rackert euch nicht zu Tode, das Leben ist schön.

Samstag, 13. Mai 2006

Stelle Dir vor...

Du hast bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen:

Jeden Morgen stellt Dir Deine Bank 86.400,00 EUR auf Dein privates Konto zur Verfügung.

Doch dieses Spiel hat auch seine Regeln,
so wie jedes Spiel bestimmte Regeln hat,
was Dir bestimmt nicht unbekannt sein sollte.

Die erste Regel ist:
Alles, was Du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast,
wird Dir wieder weggenommen.
Du kannst das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto überweisen.
Du kannst es nur ausgeben.

Aber jeden Morgen,
wenn Du erwachst,
eröffnet Dir die Bank ein neues Konto mit neuen 86.400,00 EUR für den kommenden Tag.

Zweite Regel:
Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden,
zu jeder Zeit kann sie sagen:
Es ist vorbei, das Spiel ist aus !
Sie kann das Konto schließen
und Du bekommst kein neues Konto mehr.

Was würdest Du tun ?

Du würdest Dir alles kaufen, was Du möchtest?
Nicht nur für Dich selbst, auch für alle Menschen, die Du liebst...!?!

RICHTIG ?

Vielleicht sogar für Menschen, die Du nicht kennst,
da Du das ja nie alles nur für Dich alleine ausgeben könntest...

RICHTIG ?

Du würdest versuchen, jeden Cent auszugeben und ihn zu nutzen.

RICHTIG ?

Eigentlich ist dieses Spiel die Realität !!

Jeder von uns hat so eine "magische" Bank.
Wir sehen sie nur nicht!

Die magische Bank ist die Zeit !

Jeden Morgen, wenn wir aufwachen,
bekommen wir 86.400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt,
und wenn wir am Abend einschlafen wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben.

Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist für immer verloren !
Gestern ist vergangen !
Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen,
aber die Bank kann das Konto jederzeit auflösen, ...ohne Vorwarnung.

Was machst Du also mit Deinen täglichen 86.400 Sekunden?

Sind sie nicht viel mehr Wert als die gleiche Menge in Euro?

Denk mal darüber nach !

Also pass auf dich auf und genieße die Sekunden Deines Lebens,
denn die Zeit rennt Dir schneller davon,
als Du 86.400,00 EUR verdienen kannst !

Habe noch einen schönen Tag !

Montag, 20. März 2006

Pilgerreise

Nachdem er viele Jahre lang als Samurai gedient hatte,
beschloss Yamamoto Tsunetomo (1659 – 1719)
einem seiner Schüler, Tsuramoto Tashiro,
alles zu erzählen, was er gelernt hatte.

Aus den Gesprächen entstand
das Buch „Hagakure – Der Weg des Samurai“,
das die Jahrhunderte überdauert hat und noch heute aktuell ist.

Die dort enthaltenen Lehren auch auf unseren Alltag angewandt werden können.

Samurais waren Krieger im alten Japan,
die einem „Bushido“ genannten Ehrenkodex folgten,
welcher sich auf drei wesentliche Punkte gründete:

A) Disziplin
B) Sittliches Verhalten
C) Mut

Würden diese drei Elemente bei jeder Entscheidung,
die wir treffen, mitspielen,
wäre uns auf der Suche nach dem Sinn unserer Pilgerreise auf dieser Erde klar,

A) dass es nur möglich ist,
einen Traum zu verwirklichen,
wenn man den nötigen Willen dazu hat.

Allerdings reichen Begeisterung,
Leidenschaft und der feste Wunsch nicht aus.

Gefragt sind auch Kraft, Konzentration und Disziplin.

B) dass, wenn wir auf der Suche nach etwas sind,
das in unserem Leben wirklich wichtig ist,
keine Notwendigkeit besteht,
andere Menschen zu verletzen oder zu beleidigen.

Ganz im Gegenteil, je mehr wir den Weg des anderen respektieren,
umso mehr Verbündete werden wir auf unserem Weg finden und
umso mehr Respekt wird uns im Gegenzug entgegengebracht.

C) dass es neben Disziplin und sittlichem Verhalten auch Mut braucht,
um aller Angst zum Trotz nicht aufzugeben.

Mut heißt nicht, keine Angst zu haben,
sondern sich nicht von ihr lähmen zu lassen.

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