Mittwoch, 8. Juni 2005

Sonntag als normalen Werktag!?!

Eine fiktive Politiker-Rede des Jahres 2006 - verfasst von Pfarrer Gerald Gump

Wir haben gewonnen!
Endlich - wir haben gesiegt.
Seit Jahren hat es unser Wirtschaftsverein darauf angelegt,
das längst überholte Relikt eines gemeinsamen Sonntags-Ruhetags zu durchbrechen -
die Gesetze sind endlich durch,dass ab sofort jeder Arbeitnehmer seinen persönlichen Sonntag hat.
Vor etwa 1700 Jahren wurde diese altertümlichen Praxis eines gemeinsamen Feiertages pro Woche eingeführt -
lächerlich, dass man bis vor wenigen Jahren daran festgehalten hat.
Auch die Tatsache, dass die Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert mit größtem Einsatz darum kämpfte,
ist endlich überwunden!

Wirtschaftliche Vorteile

Jede Menge an wirtschaftlichen Vorteilen eröffnet sich uns endlich:
Die sinnlose, bisherige Praxis, dass die Arbeit am Sonntag überbezahlt wurde,
hat sich jetzt endlich aufgehört -
jede Stunde wird als Stunde bezahlt,
egal ob um Dienstag, Freitag, Sonntag oder in der Nacht.
Die unwirtschaftliche Ansammlung kleiner Geschäfte bereinigt sich gerade von selbst,
da es sich kein Familienbetrieb Ieisten kann,
7 Tage in der Woche aufzusperren.
Wir sind soweit,
dass die voll florierende Shopping- City- Süd die ersten Gründe zwecks Expansion bis in den Schwechater Raum aufzukaufen beginnt.
Bei solch toller Wirtschaftlichkeit sind Kassandrarufe wie ,,moderne Sklaverei" doch wirklich lächerlich;
nur weil Arbeitnehmer freundlich aber bestimmt eingeladen werden,
für sie eher unangenehme Dienstzeiten zum etwas verminderten Kostensatz in Kauf zu nehmen -
sie können sich ja eine andere Arbeitsstelle suchen ...
(auch wenn es außerhalb unseres Groß- Konzerns wohl kaum mehr etwas zu finden sein wird - hehe).

Aufruf zum sozialen Engagement

Nach ausführlicher Schilderung unserer riesigen Errungenschaften möchte ich aber doch ein ernstes Thema anschließen.
Aus unerfindlichen Griinden sind verschiedene Vereine wie Feuerwehr, Rotes Kreuz, pfarrlichen Sozialarbeit u. v. a. m. in den letzten Jahren drastisch geschrumpft.
Das von diesen Seiten oft verwendete Argument,
dass seit Abschaffung des Sonntags auch ihr Versammlungstag verloren und dadurch,
wie auch durch die berufliche Überbeanspruchung,
ein drastischer Mitgliederschwund aufgetreten ist, kann wohl nur belächelt werden.
Seit allerdings sämtliche, freiwillige Sozialeinrichtungen geschlossen haben,
müssen wir um riesige Geldsummen die ganze Berufs-Basis stellen,
was ein Vielfaches der bisherigen Kosten verursacht.
Auch ein sprunghaftes Ansteigen von "verhaltensauffälligen" Kindern an unseren Schulen ist festzustellen.
Unwahrscheinlich viele Beziehungen gehen in Brüche.
Lächerlich ist es, wenn Kritiker behaupten, dies sei darauf zurückzuführen,
dass die normalen (Familien-)Beziehungen stark belastet sind,
nur weil jedes Familien- Mitglied seinen ganz persönlichen, freien Tag genießen kann.
Es ist für Beziehungen doch völlig irrelevant, ob strukturell gemeinsame, freie Zeit ermöglicht wird.
Auch die Tatsache, dass eine Vielzahl der unsere schöne Kultur prägenden Feste plötzlich verschwunden ist,
kann mit der Aufhebung des Sonntags sicher nicht ausreichend begründet werden - oder ?!

Rhythmus der Natur

Ein weiteres, ernstes Thema gilt es auch noch anzuschneiden:
Nachdem sich in den letzten Jahrzehnten eine unerklärliche Übersensibilität für die Natur breitgemacht hat,
mahnen unverbesserliche Kritiker unserer modernen Errungenschaften Verschiedenes ein.
Sie meinen, dass wir nach so massiven Eingriffen in die Naturzusammenhänge,
die Krisen wie Umweltkatastrophen, Klimaveränderungen, BSE od. Ähnliches zur Folge hatten,
endlich daraus lernen hätten sollen, gesunde Rhythmen nicht noch mehr zu schädigen.
Es sind und bleiben lächerliche Argumentationen,
schließlich hat noch niemand beweisen können,
dass die in der letzten Zeit so stark um sich greifenden Herz- und Nervenkrankheiten im Geringsten damit zusammenhängen,
dass es keine gemeinsame Unterbrechung der Arbeit,
keine Zeiten der gemeinsamen Ruhe und keine Bereiche gibt,
wo alle einmal zusammen aus den Kreisläufen von Leistung, Wirtschaftlichkeit und Erwerbstätigkeit aussteigen.

Daraus folgt:

Es ist und bleibt DIE Errungenschaft unserer Zeit,
dieses unnötige Relikt eines gemeinsamen Sonntags endlich abgeschafft zu haben.
Vor Jahren gab es noch Boykott-Versuche einiger wild gewordener Weltverbesserer.
Sie meinten, es solle bei den schon geöffneten Geschäften am Sonntag niemand einkaufen,
damit es sich nicht rechne.
Es ist aber dadurch schiefgelaufen,
dass sich unsere Kunden ganz einfach nicht danach gerichtet haben - jetzt haben wir den Erfolg!
Auch lächerliche Argumentationen,
dass die Kaufkraft nicht dadurch steige,
dass ein weiterer Tag für die Wirtschaftlichkeit zur Verfügung steht,
sind zwar an sich nicht ganz falsch,
aber wir haben durch das dadurch erfolgte Sterben der Kleinen endlich die so erfolgreiche Wirtschaftskonzentration erreicht - für sie ist damit die Kaufkraft wirklich gestiegen!
Aus all dem kann man nur sagen: "Die Abschaffung des Sonntag war ein voller Erfolg!"

Ein Politiker der Zukunft
(Nach dem Diktat leider an Herzinfarkt verstorben - die Einheitsfirma ,,Geschäftsmonopol" trauert um ihren erfolgreichen Manager!)



Sonntag - der Tag des Herrn

Neben rein menschlichen, wirtschaftlichen und sozialen Argumenten gibt es auch spezifisch christliche Begründungen für einen gemeinsamen Sonntag:

*) Wir feiern gemeinsam den Tag der Auferstehung Jesu - wir feiern unsere Auferstehung.
Wir erinnern uns unserer Wurzeln: Juden - Christen, auch Muslims haben den 7-Tage-Rhythmus mit einem, göttlichen Feiertag für alle *)

Der Mensch ist Gott zum Abbild ins Leben gerufen:
Er soll nicht nur aktiv sein, wirtschaften und tun, sondern auch ruhen, spielen, feiern, ... - und das gemeinsam!
Die biblische Arbeitsruhe umfasst Menschen, Knechte, Tiere: ein Tag pro Woche ist für alle frei, sind alle völlig gleich (vom Generaldirektor bis zur Putzfrau) - was für ein revolutionärer, sozialer Ansatz!

Die Erfahrung biblischer Propheten: Dort, wo der Tag des Herrn verwahrlost oder fällt, greifen auch andere soziale Ungerechtigkeiten um sich... )

Sonntag:
Eine Erinnerung, dass Leistung und Wirtschaftlichkeit nicht alles sind - wir sind mehr, als wir tun und leisten können!
Gemeinsames Unterbrechen und Durchatmen tut gut!
Sonntag - ein Tag, wo alle gemeinsam arbeitsfrei und damit Zeit haben für Beziehungen, Freizeit, Gottesdienst, pfarrgemeindliches Engagement, ...

- ein Gegenmodell zum Nachdenken.

Der Hauptgottesdienst findet ab sofort am Montag statt, die Messe für Kinder am Dienstag, Familien am Mittwoch,...

Einfach zum Nachdenken : Mach mal Pause...

Auf deinem Lebensweg brauchst du Haltepunkte,
an denen du Bilanz ziehen kannst,
zurückzuschauen, prüfen, planen, dich orientieren,
nach vorn blicken kannst.

Du brauchst feste Punkte,
von denen du all den Ereignissen
und Maßstäben deines Lebens’ ihren richtigen Platz zuweisen kannst.

Du brauchst Freudenfeste genauso wie Trauertage.
Du brauchst Krisenzeiten und besondere Erfolge.

Du brauchst Feiertage zwischen den Alltagen,
Bußtage und Vorbereitungstage.

Tage des Kennenlernens und des Abschieds.

Du brauchst Haltepunkte,
damit dein Leben kein Einheitsbrei wird,
damit du,
nicht mit den anderen mitschwimmst-
unfähig selbst eine Richtung einzuhalten.

Du brauchst Haltepunkte,
um stehen zu bleiben,
Atem zu holen
und neu anzufangen.

(nach Rainer Haak)

Samstag, 4. Juni 2005

Tierfabeln von griechische Dichter Äsop

Wer etwas Böses tun will, wird immer ein Argument finden, um es zu rechtfertigen.

Ein Wolf beobachtet ein Lamm, das an einem Bach seinen Durst löscht.
Fern von ihm, aber näher der Quelle, tut der Wolf das gleiche.
Er sucht nach einem Vorwand, das Lamm zu verschlingen, und
schreit: „Warum trübst du das Wasser, das ich trinken will?“
Das Lamm erwidert, das sei unmöglich: „Du stehst weiter oben am Bach.
Das Wasser fließt doch von dir zu mir, nicht umgekehrt.“

„Im letzten Jahr hast du mein Land angegriffen“, lässt der Wolf nicht locker, und
das Lamm versichert, es sei damals noch nicht einmal geboren gewesen.
„Du bist ein Meister in der Kunst, die anderen zu überzeugen,
aber dies sind doch nur Entschuldigungen“, sagt darauf der Wolf und tötet seine Beute.


Bitte niemanden um Hilfe, der es gewohnt ist zu verletzen.

Der Fuchs sprang über eine Schlucht, rutschte aus und
hielt sich an einem Dornenbusch fest, um nicht zu fallen.
Als er das Blut von seinen Pfoten rinnen fühlte, beschwerte er sich.
„Ich habe dich um Hilfe gebeten, und du hast mich verletzt.“
„Das ist deine Schuld“, entgegnete der Dornenbusch.
„Wusstest du nicht, dass ich dazu geboren wurde, diejenigen zu verletzten, die sich mir nähern?“


Mach nicht andere für dein Scheitern verantwortlich.

Der Fuchs hatte einen Riesenhunger.
Da sah er einen Weinstock mit vielen Trauben dran.
Er versuchte, die Trauben zu erreichen, aber sie hingen zu hoch.
Frustriert zog er weiter.
Um sich seinen Misserfolg nicht eingestehen zu müssen, brummte er:
„Die Trauben waren einfach noch nicht reif.“


Auch in aussichtslosen Situationen nicht aufgeben.

Zwei Frösche, die am Verdursten waren, kamen abends zu einem Bauernhof
und fanden dort eine Schüssel Milch.
Sie hüpften hinein und ließen es sich schmecken.
Doch als sie wieder ins Freie springen wollten,
war die Schüssel innen zu glatt,
und die Frösche rutschten in die Milch zurück.
Viele Stunden mühten sie sich vergeblich,
und ihre Schenkel wurden immer matter.
Da quakte der erste Frosch:
„Alles Strampeln ist umsonst, ich geb auf!“
Er versank in der Milch und ertrank.
Der zweite Frosch strampelte bis tief in die Nacht weiter.
Da fühlte er den ersten festen Butterbrocken unter seinen Füßen,
stieß sich mit letzter Kraft ab – und war frei.


Lasse nicht zu, dass deine Siege dich daran hindern, deine Grenzen zu erkennen.

Die Mücke sagte zum Löwen:
„Ich weiß, du bist stärker als ich, aber ich kann dich wahnsinnig machen.“
Und sie stach ihn den ganzen Tag lang in die Nase und
machte so seine großen Krallen und seine mächtigen Zähne lächerlich,
die gegen diese Qual nichts ausrichten konnten.
Stolz, dass sie den König der Tiere besiegt hatte,
flog die Mücke davon, um allen davon zu erzählen.
Doch gleich darauf geriet sie in ein feines Spinnennetz und wurde von der Spinne getötet.

Mittwoch, 4. Mai 2005

Liebe und Wahnsinn

Als die Langeweile zum dritten Mal gähnte, schlug der Wahnsinn, wie immer sehr gewitzt vor:
"Lasst uns Verstecken spielen!" Die Intrige hob die Augenbraue, und die Neugierde konnte sich nicht mehr zurückhalten und fragte:
"Verstecken? Was ist das?"
"Das ist ein Spiel", sagte der Wahnsinn. "Ich verstecke mein Gesicht und fange an zu zählen, von eins bis eine Million. Inzwischen versteckt ihr euch. Wenn ich das Zählen beendet habe, wird der erste von euch, den ich finde meinen Platz einnehmen um das Spiel danach fortzusetzen."
Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude.
Die Freude machten so viele Sprünge, dass die den letzten Schritt tat um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst keine Interessen hatte, machte mit. Aber nicht alle wollten teilnehmen:
Die Wahrheit bevorzugte es sich nicht zu verstecken, wozu? Zum Schluss würde man sie immer entdecken und der Stolz meinte, dass es ein dummes Spiel wäre (im Grunde ärgerte es sich, dass die Idee nicht von ihm kam) und die Feigheit zog vor, nicht zu riskieren.
"Eins...,zwei...,drei...,vier...",der Wahnsinn begann zu zählen. Als erste versteckte sich die Trägheit, die sich wie immer hinter den ersten Stein fallen liess.
Der Glaube stieg zum Himmel empor und die Eifersucht versteckte sich hinter dem Schatten des Triumphes, der es aus eigener Kraft geschafft hatte, bis zur höchsten Baumkrone zu gelangen.
Die Großzügigkeit schaffte es kaum sich zu verstecken, da sie bei allen Verstecken, die sie ausfindig machte, glaubte, ein wunderbares Versteck für einen ihrer Freunde gefunden zu haben.
Ein kristallklarer See...Ideal für die Schönheit. Der Spalt eines Baumes...ideal für die Angst.
Der Flug eines Schmetterlings...das Beste für die Wolllust. Ein Windstoss...großartig für die Freiheit...und sie versteckte sich auf einem Sonnenstrahl.
Der Egoismus dagegen fand von Anfang an einen sehr guten Ort, luftig, gemütlich...aber nur für ihn allein.
Die Lüge versteckte sich im Meeresgrund (stimmt nicht, in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen).
Die Leidenschaft und das Verlangen, im Zentrum des Vulkans.
Die Vergesslichkeit...ich hab vergessen wo sie sich versteckte, aber das ist nicht so wichtig.

Als der Wahnsinn 999.999 zählte, hatte die Liebe noch kein Versteck gefunden. Alle Plätze schienen besetzt zu sein...bis sie den Rosenstrauch erblickte und gerührt entschloss, sich in der Blüte zu verstecken.
"Eine Million!, zählte der Wahnsinn und begann zu suchen. Die erste, die entdeckt wurde, war die Trägheit, nur drei Schritte vom ersten Stein entfernt.
Danach hörte man den Glauben, der mit Gott im Himmel über Theologie diskutierte.
Die Leidenschaft und das Verlangen hörte man im Vulkan vibrieren. In einem unachtsamen Moment fand er die Eifersucht und so natürlich auch den Triumph.
Den Egoismus brauchte er gar nicht suchen, ganz allein kam er aus seinem Versteck, das sich als Bienennest herausstellte. Vom vielen Laufen empfand er Durst und als er sich dem See näherte, entdeckte er die Schönheit.
Mit dem Zweifel war es noch einfacher, er fand ihn auf dem Zaun sitzend, da dieser sich nicht entscheiden konnte, auf welcher Seite er sich verstecken sollte. So fand er einen nach dem anderen. Das Talent hinter dem frischen Gras, die Angst in einer dunklen Höhle.
Die Lüge hinter dem Regenbogen -stimmt nicht, sie war im Seegrund und sogar die Vergesslichkeit...die schon wieder vergessen hatte, dass sie verstecken spielte.
Nur die Liebe tauchte nirgendwo auf. Der Wahnsinn suchte hinter jede m Baum, in jedem Bach dieses Planeten, auf jedem Berg und als er schon aufgeben wollte, erblickte er die Rosen. Mit einem Stöckchen fing er an die Zweige zu bewegen, als auf einmal ein schmerzlicher Schrei aufkam.
Die Dornen hatten der Liebe die Augen ausgestochen.
Der Wahnsinn war hilflos und wusste nicht, wie er seine Tat wieder gut machen sollte. Er weinte, entschuldigte sich bei ihr und versprach der Liebe, für immer ihr Begleiter zu sein.

Das perfekte Herz

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe.
Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.
Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: "Nun, Dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines." Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken..... genauer gesagt... an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an: wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie?
Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: "Du musst scherzen", sagte er, "dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen."
"Ja", sagte der alte Mann, "Deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit Dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, dann in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir das andere eine Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die Leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde... und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?"
Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und Schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg, Seite an Seite.



Narben auf dem Körper bedeuten, dass man gelebt hat....

Narben auf der Seele bedeuten, dass man geliebt hat....

Montag, 2. Mai 2005

13 Gedanken über das Leben

  1. Ich liebe dich nicht für das, was du bist,
    sondern für das, was ich bin, wenn ich mit dir bin.

  2. Keiner verdient deine Tränen, und wer sie verdient,
    wird dich sicher nicht zum Weinen bringen.

  3. Wenn dich jemand nicht so liebt, wie du es wünschst,
    dann bedeutet das nicht, dass er dich nicht über alles liebt.

  4. Ein wahrer Freund ist der,
    der dich an der Hand hält und am Herzen berührt.

  5. Der schlimmste Weg zu fühlen, dass dir jemand fehlt, ist:
    wenn du an seiner Seite stehst und erkennen musst,
    dass er dir niemals gehören wird.

  6. Höre niemals auf zu lächeln, auch wenn du traurig bist,
    denn es es könnte sich jemand in dein Lächeln verlieben.

  7. Für die Welt bist du vielleicht niemand,
    aber für manche bist du die Welt.

  8. Verliere deine Zeit nicht mit jemandem,
    der nicht zur dir steht.

  9. Vielleicht sieht es dein Lebensweg vor,
    dass du viele schlechte Menschen kennen lernen musst,
    ehe du den wahren Freund triffst,
    damit du dann dankbar sein kannst,
    wenn du ihn getroffen hast.

  10. Weine nicht, wenn etwas vorbei ist,
    sonderm freu’ dich darüber, dass du es erleben konntest.

  11. Es wird immer eine Person geben, die dich kritisiert,
    aber bewahre Vertrauen, vor allem jenen gegenüber,
    die dir ihr Vertrauen zweimal schenkten.

  12. Werde ein besserer Mensch und sorge dafür,
    dich selbst zu erkennen, ehe du jemanden kennen lernst,
    von dem du erwartest, dass er dich richtig erkennt.

  13. Irre nicht suchend herum,
    die schönsten Dinge ergeben sich dann,
    wenn du sie am wenigsten erwartest...

Vielleicht sendest du diesen Text an all jene weiter, die du gerne hast,
oder die aus irgendeinem Grund deine Freunde sind,
auch wenn ihr euch nur selten seht oder du mit ihnen nur selten sprichst...
Und sende ihn der Person zurück, die ihn dir geschickt hat.

Und erinnere dich daran:
“Alles was passiert, hat einen Grund!”

Samstag, 9. April 2005

Wissenschaft und Religion

Ich behaupte, dass die kosmische Religiosität
das stärkste und mächtigste Instrument der wissenschaftlichen Forschung ist.

Wissenschaft ohne Religion ist lahm.

Religion ohne Wissenschaft ist blind.

Alle Religionen, Künste oder Wissenschaften sind Zweige desselben Baumes
und haben einzig das Bestreben,
unser Leben würdevoller zu gestalten,
das heißt, dem Mensch zu ermöglichen,
sich über sein bloßes physisches Dasein zu erheben und frei zu sein.

(Einstein)

Respekt vor dem Mysterium

Das schönste Erlebnis ist die Begegnung mit dem Geheimnisvollen.

Sie ist Ursprung jeder wahren Kunst und Wissenschaft.

Wer nie diese Erfahrung machte,
wer keiner Begeisterung fähig ist
und nicht starr vor Staunen dastehen kann,

ist so gut wie tot:

seine Augen sind geschlossen.

(Einstein)

Der Tod und der Teufel

Die törichste aller Ängste ist die vor dem Tod,
denn dem Toten kann nichts mehr passieren.

Die schlimmste Strafe des Teufels besteht darin,
dass wir einen hohen Preis für alles Gute im Leben zahlen müssen:

Entweder leidet unsere Gesundheit Schaden,
oder wir zermartern uns die Seele
oder wir werden dick.

(Einstein)

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Zuletzt aktualisiert: 19. Feb, 11:46

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